For The First Time – Hola México

  1. For the First Time

Zum ersten Mal…solange getrennt von der Familie
Zum ersten Mal…solange getrennt von der besten Freundin, seinen Mädels, dem abgöttisch geliebten Kater und Kaninchen
Zum ersten Mal…soweit weg von der Liebe
Zum ersten Mal…alleine geflogen
Zum ersten Mal…in Mexiko.
Bevor die Geschichte meines großen Abenteuers auf der anderen Seite des Atlantischen Ozeans beginnt, möchte ich noch mal auf ein schon angesprochenes Thema zurückkommen: Den Abschied.
Also Bühne frei für die Emotionen.
Die Vorfreude kann auch noch so groß sein, aber die dunkle Abschiedswolke am Horizont verdeckt den Sonnenaufgang. Die letzten Wochen und Tage vor meiner Abreise habe ich es erfolgreich geschafft die Gedanken an den Abschied zu verdrängen, zu verdrängen, wie lang ein Jahr ist und wieviel Monate ich meine Lieblingsmenschen, Familie, Freunde und Haustiere nicht sehen werde. Ich war nie ein Mensch der großen Abschiedsszenarien mit Tränen und Taschentuch oder Heimweh. Aber ein Abschied für ein Jahr steckt keiner so leicht weg. Und so kam es dann, dass ich – die vorher gesagt hat „Ihr heult bestimmt alle, aber ich nicht – nur wenn ihr auch heult!“ am Flughafen in Hannover stand und die Tränen einfach flossen. Im Flugzeug von Hannover nach Frankfurt hatte ich dann wieder einigermaßen die Macht über meine Tränendrüsen, aber als ich dann im Shoppingbereich (das erste wonach Lou’s Augen Ausschau hielten: Wo kann man nochmal Geld ausgeben und Trostshopping betreiben?) saß, das Abschiedsgeschenk („Lou’s Wegbegleiter für jede Situation) meiner Schwester öffnete, war‘s dann endgültig vorbei und all die Aufgestauten Tränen der letzten Wochen flossen und flossen.
Also liebe Leser: Abschiede sind nicht toll, aber mir hat er auch gezeigt, wie sehr ich all‘ die wichtigen Menschen in meinem Leben liebe. Und ein kleiner Tipp der es einfacher macht: Eine sehr wichtige Person in meinem Leben hat mir gesagt, dass man nach vorne schauen muss, dann wird es besser. Trotzdem hat man so viele Menschen im Hintergrund, die einen immer unterstützen.
Und jetzt heißt es:

2. Hola México
Seit 4 Tagen bin ich nun in Mexiko. Lufthansa hat uns am Mittwoch sicher über den Atlantischen Ozean chauffiert und wir sind gut in Mexiko City gelandet (Eine RIESIGE Stadt!!). Anschließend ging es mit einem Reisebus (sehr typisches Verkehrsmittel in Mexiko) nach Puebla, wo wir schließlich um 2 Uhr morgens Mexikanische Zeit (zum umrechnen: Deutschland ist mir jetzt 7 Stunden voraus) super herzlich (Küsschen, Küsschen und strahlende Gesichter als wären wir bereits seit Jahren befreundet) von Freiwilligen der mexikanischen Organisation Siijuve und unseren Übergangsgastfamilien aufgenommen wurden.
Am Donnerstag hieß es dann zum ersten Mal „Buenos días Puebla!“ Zum Frühstück gab es Cornflakes mit Banane, so dass ich mich doch sehr heimisch gefühlt habe und nicht wie befürchtet Tortillas mit Salsa Pikante (5-7 Chilischoten) serviert bekommen habe. Meine Übergangsgastschwester hat mich und eine Mitfreiwillige dann mit dem Privatzoo eines Pueblaners bekanntgemacht (Löwen, Lamas, Pfaue, Tiger, Gepard, Hühner und Hähne in allen Farben und Formen, …), zu dem wir mit Fahrrädern gefahren sind und danach mit dem Stadtteil Cholula, zu dem wir ungefähr eine Stunde mit dem Bus gefahren sind – nur um eine Vorstellung der Fläche Pueblas zu schaffen. Hier ein kurzer Exkurs zu Busfahrten in Puebla: SEHR ruckelige Angelegenheit, da gefühlt alle 500 Meter ein Hubbel kommt – ihr wisst schon, diese kleinen Hügel, die bei uns in verkehrsberuhigten Straßen idyllisch in die Straßenstruktur eingearbeitet sind – und einem das vertraute Fahrstuhlgefühl den Magenbereich erwärmt. Schlafen im Bus ist da also nicht. Und kaum ist man über den Hubbel drüber wird wieder Gas gegeben. Ansonsten ist der Verkehr hier zwar etwas anders als in Deutschland, aber momentan empfinde ich es noch nicht als Chaos, außer dass hier liebend gern von der Hupe gebraucht wird, so mehr oder weniger nach dem Motto „Hupt einer – Hupen alle“.
Aber zurück zu unserer Stadtexkursion. In Cholula haben wir uns die Pyramiden angeschaut (übrigens vom Volumen her angeblich die größte der Welt) und anschließend die Kathedrale oben drauf (die gelbe auf den Fotos). Von diesem Fleckchen Erde hat man einen malerischen Blick auf Puebla, im Hintergrund der (aktive) Vulkan Popocatépetl. Danach ging es weiter zur Downtown Pueblas, noch mehr Kirchen (übrigens alles Echtgold) und schließlich zum aller ersten Mal in eine Taqueteria. Bewegt man sich so durch Pueblas Straßen, fällt einem auf, dass die Mexikaner wohl zu allem Chili essen (Salsasoße zum Frühstück, Mittag, Abendbrot, auf Eis, Obst und jaaa….mir wurde gesagt, am Ende essen Sie es alle: Eis mit Chili), viele Pueblaner sehr lässig sind und auf Jogginghose und Leggins zurückgreifen, man wohl zu jeder Tageszeit Bier trinken kann (ebenfalls mit Chili), viele Kinder, Busse sehr günstig (ca. 30 ct) sind und alles sehr bunt und klein ist (ENDLICH auf Augenhöhe!!). Gerne bekommt man hier als Blondi hier auch mal ein zweideutiges „Hola!:-))“ zugerufen, was soviel heißt wie: „Hallo, Du bist hübsch, lass uns reden.“

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3. Eine Reise durch Pueblas Shoppingpalast und zum Arrivalcamp
Der Stadtteil Angelópolis ist Pueblas City. Hier findet man die beste (und teuerste) Universität Pueblas – die Universidad Iberoamericano – und eine kleinere Ausgabe (angeblich das zweitgrößte der Welt) des London Eye. Gleich daneben betritt man Pueblas Shoppingwelt. Eigentlich vergleichbar mit deutschen Malls – nur riesiger. Hier sind der Palacio de Hierro, die Luxury Hall, die Liverpoolmall (vom Sortiment her vergleichbar mit Karstadt oder Galeria) und weitere miteinander verknüpft. Das Zentrum der Riesenmall ist so aufgebaut wie unsere Schlossarkaden. Hier findet man neben C&A, Bershka (S.!!!), Zara, Zara Home und sehr vielen weiteren Shops in der Mitte einen Donutstand – da hab ich mich gleich heimisch gefühlt – so viel bekanntes. Reist man dann weiter begnet man einer VW-Werbekampange mit einem Golf TDI und in der Luxury Hall dann schließlich Armani, Marc Jacobs und Converse. Im Palacio Hierro kann sich Frau dann in der Kosmetikabteilung (Dior, Chanel, Lancôme,…) austoben – das reinste Shoppingparadies.

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Nach dieser kleinen Shoppingreise ging es dann ins Arrival Camp nach Atixlo. Aber da dieser Blogeintrag schon so unglaublich lang geworden ist, dazu dann später mehr(:

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