Archiv der Kategorie: Allgemein

Nach Hause kommen

augenblicksfängerin

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Zweieinhalb Jahre ist es her, dass ich mein Zuhause in Chiapas, Mexiko gefunden habe. Anderthalb Jahre ist es her, dass ich zum ersten Mal so richtig nach Hause gekommen bin. Ein halbes Jahr, dass ich meinen Erstwohnsitz zum allerersten Mal in meinem Leben geändert habe. Mit Stempel und Unterschrift. 3 Monate, dass ich das erste Mal für Weihachten nach Hause gekommen bin. Zuhause Ferien mache. Und 2 Wochen ist es her, dass ich vom Winter in den Sommer fliege. Nach Mexiko. Nachhausekommen.

Und das Schönste am nach Hause kommen? Die Menschen die auf einen warten, einen vom Bahnhof oder Flughafen abholen und mit einer Umarmung empfangen. Lachen. Wiedersehensfreude. Glück. Denn Zuhause ist relativ. Zuhause muss nicht an einen Ort gebunden sein. Zuhause kann bei Dir sein, bei Euch. Bei denen alles ist wie immer – egal wieviel Zeit vergangen ist. Vertrauen.

Als ich das erste Mal in ein Flugzeug nach Mexiko Stadt gestiegen bin…

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Ankommen

augenblicksfängerin

Ich schaue aus dem Fenster und blicke mit leuchtenden Augen auf die immer größer werdenden Häuschen, die aussehen wie akurat nebeneinander angeordnete Monopolyhäuser mit ihren Giebeldächern und den grünen Vorgärten. Sowieso ist alles grün und durch die genau abgemessenen Felder fährt ein roter Zug. Züge, wie lange habe ich keine Züge mehr gesehen oder kleine Dorfkirchen. Und dann heißt es: „Willkommen in Frankfurt. Ich wünsche ihnen einen angenehmen Aufenthalt. Die Außentemperatur beträgt zur Zeit…“. Zurück in Deutschland. Als ich das letzte Mal in Frankfurt war, lag das bis jetzt größte Abenteuer meines Lebens vor mir und ich habe eine Träne nach der anderen geweint, nicht wirklich gewusst, was mich erwarten wird. Diesmal weiß ich was mich erwarten wird. Aber ich weiß noch nicht so recht, wie ich damit umgehen soll. Plötzlich ist alles wieder deutsch. Die Sprache, das Essen und auch die Begrüßung an der Passkontrolle, bei der die sich…

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Juli – Der Monat der letzten Male

Te pasaron tantas cosas antes de querer parar, parar, parar. Te perdiste en otras vidas y al final, le encontraste sin buscar, todo por casualidad. Hoy aceptas tu pasado, porqué él te enseñó a amar, amar, amar. Tu mejor futuro de su mano va, él te escucha sin juzgar, hay mil historias que vivir y contar. – Pablo Alborán

Es sind so viele Dinge passiert, ohne anhalten zu wollen. Du hast dich in anderen Leben verloren und am Ende gefunden, alles durch Zufall. Heute akzeptierst du deine Vergangenheit, weil er dir das lieben gelehrt hat. Deine beste Zukunft an seiner Hand ist es, dass er dir zuhört ohne zu urteilen, es gibt tausend Geschichten zu leben und zu erzählen. Juli – Der Monat der letzten Male weiterlesen

Zwischen wer ich bin und wer ich sein will

Ich heiße Louisa und bin 19 Jahre alt. Ich bin ehrgeizig, habe einen Hang zum Perfektionismus und zur Romantik, bin emotional, ein wenig sensibel und ein Familienmensch. Bevor etwas nicht nach Plan verläuft, nehme ich es lieber selbst in die Hand. Ich liebe To-Do-Listen, Pläne, Häckchen und Organisation. Mein Zimmer dagegen gleicht manchmal eher einem (natürlich organisiertem) Chaos. Mein Herz schlägt für Starbucks, Vapiano, Mango, Tacos, Schokolade und die Kochkünste meiner beiden Omas und meiner Mama. Und seit neustem stehe ich sogar selber gerne mal am Herd. Tanzen, Singen und Schauspielern sind fester Bestandteil meines Lebens, ebenso mein Klavier. Ich bin ein Dorfkind aber fühle mich genauso in Großstädten zuhause. Ich schwelge gerne in Erinnerungen, mache mir dann alte Playlists an, schaue mir Fotos und Videos an. Das ist dann wie Frühlingssonne auf der Haut. Ich bin eine Momentsammlerin.

Seit August 2014 ist mein zweites Zuhause Mexiko und ich habe gemerkt, wie gerne ich reise. Wenn man ein Jahr 9.500 Kilometer entfernt von der Heimat lebt, dann lernt man sich selbst ein bisschen mehr kennen. Man breitet die Flügel aus, lässt sich im Fernweh gleiten und erfährt, dass Zuhause dort ist, wo das Herz ist. Man lernt, dass vermissen nicht vergessen heißt und dass Entfernung nicht nur entfernt sondern auch näher bringen kann.

Ich bin immer noch ich, aber vielleicht ein bisschen erwachsener, entschlossener, selbständiger, selbstbewusster. Ich habe gemerkt, wie sehr ich Weihnachten und die verschiedenen Jahreszeiten in Deutschland liebe. Dass Liebe geht aber Freundschaft bleibt.

Gedankenkarussell – immer schneller und schneller. Bis ich es geschafft habe Stop zu schreien. Und plötzlich kann ich die Umgebung wieder wahrnehmen. Lesbar.

Seit meiner Kindheit möchte ich Ärztin werden. Möchte Medizin studieren und Menschen wieder gesund machen. Aber ist es das, was ich wirklich machen will und kann? Oder einfach nur ein Traum, der vielleicht immer nur ein Traum bleiben wird? In Mexiko habe ich wieder angefangen zu schreiben, habe viel nachgedacht und viel gesehen. Mich nach und nach an ein neues Land und eine andere Kultur angepasst. Anders – nicht komisch oder schlechter. Und ich habe eine neue Sichtweise auf Dinge bekommen – auf mich. Ich habe mich nicht von mir entfernt. Ich bin ich – vielleicht sogar ein bisschen mehr als vorher.

Wenn man nicht ausprobiert, sich nicht traut und versteht, dass anders manchmal sogar besser ist, dann bleibt die Frage „Was wäre wenn?“ Was wäre, wenn ich vor einem Jahr nicht in den Flieger gestiegen wäre? Dann würde ich jetzt wahrscheinlich in der TU in Dresden sitzten und die menschliche Anatomie studieren. Dann wäre ich weiter durchs Leben gesprintet ohne Luft zu holen, hätte weiterhin geglaubt, dass Mexiko gefährlich sei und von Drogenmafia besetzt, statt ein wunderschönes und vielfältiges Land, das inzwischen ein Teil von mir ist.

Wer bin ich? Ich bin die Grundschülerin, die ihr erstes Meerschweinchen abgöttisch geliebt hat und Angst vorm Einschlafen im Dunkeln hatte. Ich bin das Mädchen, das ohne ihre Freunde nicht die Person wäre, die es jetzt ist. Ich bin die Gymnasiastin, die neben der Schule und dem Abitur leidenschaftlich ihren Hobbies nachgegangen ist. Bin die Abiturientin, die plötzlich 9.500 Kilometer weit weg von Zuhause saß, ihr früheres Leben so schrecklich vermisst und sich gewünscht hat, dass alles so bleibt wie es ist. Und ich bin die junge Frau, die Mexiko in ihr Herz geschlossen hat. Das alles bin ich. All‘ die Erinnerungen, Momente und Gefühle, die nur ich kenne – aus meiner Sicht.

Und in ein paar Jahren? Vielleicht bin ich dann wirklich Medizinstudentin. Vielleicht bin ich dann aber auch werdende Journalistin. Denn eigentlich weiß ich ganz genau wer ich sein will: Ich selbst. Und diese Person können wir nur sein, wenn wir uns zuhören. Unseren Gefühlen und Gedanken. Unseren Träumen und der Realität. Und uns dabei selber besser kennenlernen.

22.6.15 046

For The First Time – Hola México

  1. For the First Time

Zum ersten Mal…solange getrennt von der Familie
Zum ersten Mal…solange getrennt von der besten Freundin, seinen Mädels, dem abgöttisch geliebten Kater und Kaninchen
Zum ersten Mal…soweit weg von der Liebe
Zum ersten Mal…alleine geflogen
Zum ersten Mal…in Mexiko.
Bevor die Geschichte meines großen Abenteuers auf der anderen Seite des Atlantischen Ozeans beginnt, möchte ich noch mal auf ein schon angesprochenes Thema zurückkommen: Den Abschied.
Also Bühne frei für die Emotionen. For The First Time – Hola México weiterlesen

Mein Freund und Helfer Google Maps

iHola a todos! – Morgen ist Mittwoch, ab morgen nur noch eine Woche….

Vor ein paar Tagen habe ich meine Gastfamilie bekommen. Ich werde mit meiner Gastmutter Sergia , meinem Gastvater José Eduardo,  deren Tochter Ana Silvia (28) und ihrem Bruder Gustavo Alberto (31) in einem roten Haus im eher westlichen Teil von Tuxtla leben, der sich – wenn ich das richtig verstanden habe – Buenos Aires nennt (Ich verweise auf Google Maps: Quetzales 245, Tuxtla Gutiérrez, Chiapas). Kann man sich übrigens auch alles supertoll live und in Farbe – Streetview sei Dank! – anschauen Mein Freund und Helfer Google Maps weiterlesen

Chiapas in Farbe

Auf dieses Video hat mich ein Freund aufmerksam gemacht (Danke T.!:-)). Hier bekommt ihr vielleicht schon einmal einen kleinen Eindruck von der Naturvielfalt meines neuen Zuhauses, bevor ich diese Dinge dann live erleben darf und euch meine persönlichen Bilder und Videos zeigen kann. Und wer weiß – vielleicht hat jetzt ja schon der ein oder andere Lust Chiapas selbst mal zu erkunden?!;-)
Viel Spaß beim Schauen!

Hallo, neues Zuhause!

Das Warten hat ein Ende: Vor ein paar Tagen habe ich von meiner Koordinatorin Joanna von ICJA per Mail mein Projekt und meine Einsatzstelle bekommen. Das Projekt Casa Hogar María de Nazareth liegt in Tuxtla Gutiérrez, der Hautpstadt des Bundesstaates Chiapas. Ich habe zu allen drei Bereichen kurze Profile erarbeitet, die Ihr findet, wenn Ihr in die obere Menüleiste schaut („Über das Projekt“ und „México“-Unterpunkt).

Trotzdem möchte ich Euch mein neues Zuhause hier kurz anhand von ein paar Fotos, die ich von Google gemopst habe, vorstellen. Hallo, neues Zuhause! weiterlesen